




Terschelling.
Terschelling, ungefähr 30 Kilometer lang, besteht aus 80% reiner Natur und intakter Landschaft. Großartige Dünengebiete, Wälder, unendlicher weißer Strand, Heidefelder, hinter dem Wattendeiche der Polder und auf dem Boschplaat Sumpfgebiete, die in ihrem Umfang einzigartig sind in Europa. Entlang der Südseite der Insel befindet sich eine weite Wattlandschaft, die bei Ebbe trocken wird. Auf Terschelling sind sie so frei wie die Vögel. Weitläufige Naturgebiete über viele Kilometer mit einzigartiger Flora und Fauna und atemberaubenden Panoramen. Der Boschplaat ist die Krone auf der reichhaltigen Natur der Insel.
Terschellinger Vögel
Jede Vogelart hat, so wie auch die Pflanzen, seine eigene Vorliebe, um sich irgendwo niederzulassen und zu nisten. Insgesamt brüten in den Terschellinger Dünen jährlich ungefähr 90 verschiedene Arten.
Wildpflanzenarten
Mehr als 600 Wildpflanzen kommen auf Terschelling vor, von sehr allgemeinen Arten bis zu den in unserem Land doch seltenen Orchideen, die im Mai und Juni zu bewundern sind. Durch den kalkarmen Boden findet man im Dünengebiet weitläufige Heidefelder. Auf dem Boschplaat, wo das Meerwasser vom Wattenmeer aus oft bis tief in das Gebiet vordringt, findet man - kennzeichnend für solch ein Gebiet - Pflanzen wie Quelle, Meeresaster und Strandflieder.
Der Boschplaat
Jeder, der nach Terschelling kommt, hat wohl schon mal vom "Boschplaat" gehört, 1970 das erste europäische Naturschutzgebiet mit diesem Status in den Niederlanden. Die verschiedenartige Landschaft sorgt für ein reiches und vielfältiges Pflanzenwachstum. Von den 700 in den Niederlanden vorkommenden Pflanzenarten findet man die Hälfte allein schon auf dem Boschplaat.
Wandern können Sie auf Terschelling zu jeder Jahreszeit. Sich herrlich durchpusten lassen im Herbst, der Flutlinie entlang bummeln mit einer erfrischenden Brise im Sommer oder eine Frühjahrswanderung im Polder mit unzähligen zwitschernden Vögeln über dem Kopf. Wanderer können ihre eigenen Routen auf den insgesamt mehr als 250 Kilometer langen Wanderwegen, weichen Wald- und Dünenwegen, wählen oder die markierten Wanderrouten und Naturpfade benutzen. Unterwegs gibt es diverse Dünen mit Aussichtsplätzen, von wo aus sie einen weiten Blick über die Landschaft haben. Nirgendwo sonst in den Niederlanden finden sie auf einem Stückchen Erde dieser Größe so viele Pflanzen- und Tierarten auf einmal.
Für Pferdeliebhaber existiert ein weites Netz an Reitpfaden und Gespannwegen. Für diejenigen, die kein eigenes Pferd in den Urlaub mitgenommen haben, besteht die Möglichkeit, hier eins zu mieten.
Abgestimmt auf die Jahreszeit, ist ein breites Programm an Exkursionen und Rundführungen möglich, variierend von einer kurzen Wanderung durch eine Entenkoje bis hin zu einem ungefähr 5 Stunden dauernden Streifzug über den Boschplaat. Im Frühjahr können Sie auch die Möwenkolonien auf dem Boschplaat besuchen.
Cranberrys
Cranberry und Terschelling gehören zusammen. Die Cranberry wurde 1868 zum ersten Mal wohl im Dünental entdeckt, das jetzt Studentenplak genannt wird. Vermutlich hat ein Strandgutsammler die Cranberry auf Terschelling an Land gebracht. Cranberrys wurden seinerzeit auf Schiffen aus der Neuen Welt wegen ihrer Heilkraft und als Exportprodukt für England mitgebracht. Die Dünen waren damals viel nasser als heute. Die Beerensamen fanden hier einen guten Nährboden und begannen zu keimen und so breitete sich die Cranberry über Terschelling aus. Das Pflückrecht der Cranberry auf Terschelling ist an den Cranberry-Betrieb Skylge vergeben, der die Beeren zu Kompott, Fruchtsaft, Konfitüre und Wein verarbeitet.
Dünenäpfel- und Birnen
Vor allem im Frühjahr fallen sie auf, die blühenden Apfel- und Birnensträucher in den Dünen, gewachsen aus den Apfel- und Birnengehäusen, die von durstigen Wanderern weggeworfen wurden. Hieraus keimten die Samen und wuchsen zu wilden Fruchtsträuchern heran. So findet man hier hunderte von Apfel- und Birnensträuchern, die nahezu überall an den Wander- und Fahrradwegen wachsen.
Der Leuchtturm Brandaris
Der Brandaris wurde 1594 durch die Staaten von Holland als Baken für die Schifffahrt gebaut. Um 1835 fand ein Umbau statt, wobei der Turm mit Leuchtfeuer ausgestattet wurde. Die Höhe des Turmes beträgt 45 Meter mit einer Leuchtfeuerhöhe von ungefähr 55 Metern. Speziallampen und ein Linsensystem sorgen für das Licht, das bei gutem Wetter im Umkreis von bis zu 36 Kilometern zu sehen ist. Seit Ende der siebziger Jahre ist der Turm für die Öffentlichkeit geschlossen. Der Brandaris ist jedoch einer der Orte auf Terschelling, wo man heiraten kann.